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Die Gemeinde Wedemark will das Thema Mobilitätswende weiter vorantreiben. Was liegt da näher, als in den eigenen Reihen einmal genauer hinzuschauen, wie es um die Mobilität der Beschäftigten in Verwaltung, Kitas, Jugendeinrichtungen, Schulen und den anderen Außenstellen bestellt ist? Wie gelangen sie zur Arbeit? Welche Verkehrsmittel nutzen sie für Dienstwege? Welche Alternativen zum Auto wie Fahrrad, E-Bikes oder den öffentlichen Personennahverkehr nehmen sie in Anspruch?

155 Beschäftigte der Gemeinde Wedemark haben sich an der Mobilitätsumfrage beteiligt.

 

Die Gemeinde hat dazu alle ihrer rund 450 Beschäftigten Beschäftigten befragt. 155 davon haben sich an der freiwilligen Umfrage beteiligt. „Wir wollen als Arbeitgeber die Voraussetzungen für die Nutzung von Alternativen zum Pkw schaffen“, sagt René Rakebrandt, Leiter des Projekts Mobilität.Energie.Wedemark, kurz MoEWe, das sich mit nachhaltiger Mobilität beschäftigt. Dazu sei es wichtig, den Status quo zu kennen.

Befragte wollen öfter radeln

Die Angestellten der Gemeinde Wedemark wollen künftig öfter aufs Dienstrad steigen.

Das Ergebnis lässt einen Trend klar erkennen: Die Bereitschaft, aufs Fahrrad umzusteigen, ist groß. 68,2 Prozent der Befragten im Rathaus, die regelmäßig Außentermine wahrnehmen, gaben an, künftig öfter das Rad dafür nutzen zu wollen. Bislang nutzen das Dienstrad, ein E-Bike, lediglich 13 Prozent. „Das liegt unter anderem daran, dass Strecken mit dem Auto schneller zurückgelegt werden können und im Auto kein Zubehör wie ein Helm benötigt wird“, erläutert Antonia Hingler, Stabsstellenleitung Wirtschaftsförderung und Marketing.

Mehr als ein Drittel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus, nämlich 34,7 Prozent, radeln bereits jetzt regelmäßig oder gelegentlich zur Arbeit. In den Außenstellen erreichen 28 Prozent ihren Arbeitsplatz per Fahrrad, E-Bike oder zu Fuß, wenn die Strecke weniger als zehn Kilometer beträgt. Vor allem auf diesen kurzen Distanzen gelte es, das Auto als bevorzugtes Fortbewegungsmittel weiter abzulösen, so Rakebrandt.

Vorschläge für mehr Komfort

Reparatursets und andere Annehmlichkeiten könnten bei den Gemeinde-Angestellten die Bereitschaft fürs Radfahren erhöhen.

Um den Anreiz dafür zu erhöhen, machten die Befragten auch konkrete Vorschläge: So könnten mehr Abstellmöglichkeiten, ausleihbare Schlösser, öffentlich zugängliche Luftpumpen, Reparatursets oder Ladestationen für private Akkus den Anreiz erhöhen, den Arbeitsweg mit Rad oder E-Bike anzutreten.

„Jetzt wissen wir, wo die Bedürfnisse und Wünsche liegen, und nehmen diese mit in unsere weitere Planung“, sagt Ewald Nagel, Referent für Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation der Gemeinde. Ein spezielles Projektteam erarbeite nun Vorschläge, die sich an den Ergebnissen der Umfrage orientierten. „Nicht nur für unsere eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern für alle, die in der Wedemark wohnen oder die Gemeinde besuchen, wollen wir Alternativen und weitere Anreize schaffen, sich möglichst klimaneutral zu bewegen.“