Bis zum Jahr 2035 sollen sich alle Menschen in der Gemeinde Wedemark klimaneutral fortbewegen können. Dazu will die Kommune auch die E-Mobilität vorantreiben. Privatleuten, die sich ein Elektroauto anschaffen, zahlt sie bis zu 500 Euro für die Installation einer Wallbox.
Kein Gestank, kein Lärm, geringe Wartungskosten: Elektroautos werden beliebter. Auch in der Wedemark sind immer mehr Menschen mit klimafreundlichen Stromern unterwegs. Im vergangenen Jahr wurden in der Gemeinde 79 rein elektrisch betriebene Pkw, 122 mit Hybridantrieb und 49 mit Plug-in-Hybridantrieb zugelassen.
Gründe für den Umstieg gibt es viele. Mit einem E-Fahrzeug schont man die Umwelt, spart Kosten und muss dennoch nicht auf Komfort und Fahrspaß verzichten. Denn E-Autos lassen an der Ampel so manchen Sportwagen stehen, da ihr maximales Drehmoment beim Beschleunigen aus dem Stand sofort verfügbar ist. Da die meisten Stromer nur einen Gang haben, entfällt auch das lästige Schalten.

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Wartungsarm und Steuerbonus: So sparen Fahrer von Elektroautos
Zudem schonen E-Autos auch den eigenen Geldbeutel. Denn die Wartungskosten sind im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotoren relativ gering. Wechsel von Zahnriemen, Ölfilter oder Zündkerzen gehören der Vergangenheit an. Zusätzlich können Umsteiger von steuerlichen Vergünstigungen, dem Umweltbonus und der Befreiung von der Kfz-Steuer profitieren.
Da die Reichweiten immer größer werden, lassen sich alle Fahrten problemlos bewältigen. Viele Supermärkte verfügen mittlerweile über Ladesäulen, sodass sich das Auto bequem während des Einkaufens laden lässt.
Gemeinde Wedemark unterstützt den Ausbau der Ladeinfrastruktur
In der Wedemark gibt es aktuell drei öffentliche Lademöglichkeiten: auf dem Parkplatz des Lidl-Marktes in Mellendorf, an der Eitzer Föhre auf der Ostseite des Mellendorfer Bahnhofs und auf dem Parkplatz des Hotels Brunnenhof in Bissendorf. „Unser Ziel ist ein flächendeckender Ausbau der Ladeinfrastruktur im gesamten Gemeindegebiet“, sagt Helge Zychlinski, Bürgermeister der Gemeinde Wedemark. „Daher arbeiten wir daran, die entscheidenden Player zusammenzubringen und die Weichen dafür zu stellen.“
Gemeindewerke fördern Wallboxen mit bis zu 500 Euro
Seit Juli 2020 fördern die Gemeindewerke die Installation von Wallboxen für Privatleute mit 50 Prozent und maximal 500 Euro. Die Wandladestationen können auf dem eigenen Grundstück installiert werden. Das Antragsformular und die Förderrichtlinien gibt es im Internet unter www.gemeindewerke-wedemark.de und im Kundenbüro im Rathaus, Fritz-Sennheiser-Platz 1. „Wir haben bereits knapp 40 Förderanträge erhalten und freuen uns sehr darüber, wie gut das neue Angebot angenommen wird“, sagt Mareike Oertel von den Gemeindewerken Wedemark.
Warum abschließbare Fahrradboxen zum Gesamtkonzept für mehr Elektromobilität gehören
Um den Radverkehr zu fördern, hat die Wedemark mit einem Planungsbüro ein neues Radverkehrskonzept entwickelt. Ziel ist es, den Alltagsradverkehr so komfortabel und sicher zu gestalten, dass immer mehr Menschen Lust bekommen, das Auto stehen zu lassen und aufs Rad zu steigen. So soll auf den Straßen und daran entlang ein Netz für Alltagsradler geschaffen werden. Gefährliche Knotenpunkte sollen entschärft, bessere Übergänge zu Bus und Bahn geschaffen, Beleuchtung und die Sicherheit verbessert werden.
Auch für Pendler soll das Rad attraktiver werden. Am Bahnhof in Bissendorf gibt es bereits abschließbare Fahrradboxen, in denen das Rad sicher und wettergeschützt abgestellt werden kann. Die Boxen können bei der Gemeinde gemietet werden. Zwei davon hat sie bereits im Adventsgewinnspiel auf der Beteiligungsplattform www.wirimklimalog.de verlost. Wer Interesse an einer Box hat, findet unter www.wedemark.de weitere Informationen.
Fahrradweg der Kinderrechte
Auf dem über 60 Kilometer langen Rundkurs der Kinder- und Jugendkunstschule und der Gemeinde Wedemark gibt es Kinderrechts-Kunstwerke zu entdecken. An jeder Station befindet sich ein Schild mit einem QR-Code, der Hintergrundinformationen zum Kunstwerk liefert. Weitere Infos unter www.Wedemark.de/fahrradwegKinderrechte